Schneetreiben
update 18. Jan 2010

Das Video Schneetreiben entwickelt unangenehmen Beigeschmack.
Im Sommer vergangenen Jahres habe ich die Postproduktion von dem -in mittelloser Eigenregie entstandenen- Musikclip des Leipziger Künstlers Jan Gärtig übernommen. Jetzt geht der Medienrummel los und tendiert in eine offenbar kontraproduktive Richtung. Wie die Dresdner Morgenpost titelt, hat sich das Video bereits Feinde gemacht.
Der Musikclip zum Lied Schneetreiben hatte bereits am 21. Dezember 2009 ein mediales Erdbeben ausgelöst, da das Annaberger Rathaus der lyrischen und inhaltlichen Brillianz des Videoclips reichlich wenig abgewinnen konnte.
Selbst Unbeteiligte gerieten in Aufruhr. Äußerungen wie: „Skandal“ oder "Wir müssen aufpassen dass der Clip nicht zu politischen Verwerfungen führt“ waren zu lesen. Jan Gärtig dazu: "Auch schlechte Publicity ist Publicity!". Wollen wir hoffen, dass der Rest der Bevölkerung schnell aufholt, denn anscheinend sind Herr Gärtig und alle Beteiligten der Zeit voraus. Das Video wurde bereits im Sommer in Auftrag gegeben und pünktlich zum unvorhersehbaren ersten Schneefall veröffentlicht. Mit seiner weisen Voraussicht und beeindruckender Zielstrebigkeit will Jan Gärtig nun den Musikmarkt über den Umweg Youtube stürmen. Die Vorwürfe des provinziellen Rathauses werden natürlich nicht entkräftet. Jan Gärtig dazu: "Polarisation hat weltweit eine lange Tradition, wer bin ich das ich da nicht mit mache?

Bilden Sie sich selbst eine Meinung.
Viel Spaß.
Pünktlich zum Sommeranfang kommt ein neues Musikvideo rein. Schneetreiben! Antizyklisch nennt man das in der Wirtschaft, oder?
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Ich übernehme die Postpro um diesen armen Künstler, wie wir alle es sind :/, so gut wie möglich zu unterstützen.

